Silva rerum septen­trionalium

Studienarbeiten von Ulrich Latzenhofer zu ausgewählten Themen der Skandinavistik.
Ulrich Latzenhofer | Vorarbeit zur Masterarbeit (Entwurf 2022) | PDF 2,30 MB in neuem Fenster

Der Meister von 1520 – ein Este auf Gotland?

Der Aufsatz analysiert die Runeninschrift G 384 in einer Wandmalerei der Kirche von Lau auf Gotland. Der Text, für den bislang keine vollständige Deutung existiert hat, wird als ein estnisches Wortspiel interpretiert. Dialektale Besonderheiten deuten auf eine Herkunft des Urhebers von der Insel Muhu oder aus dem südestnischen Sprachgebiet hin.

Ulrich Latzenhofer | Miscellanea septentrionalia 7 (2016) | PDF 851 kB in neuem Fenster

Die Speerspitze von Älgsjö – ein frühes samisches Sprachdenkmal?

Die Arbeit interpretiert die Runeninschrift bjʀo auf der steinernen Speerspitze von Älgsjö (6./7. Jahrhundert?) als ursüdsamischen Namen *bijrrᴖ̄. Dabei kann es sich um den Namen eines Donnergottes handeln. Es besteht Grund zur Annahme, dass das finnische Etymon piru mit dem finnischen Wort perkele verwandt ist, das wahrscheinlich vom baltischen Perkū́nas entlehnt ist. Die Interpretation als Name eines Donnergottes steht in Einklang mit der bisherigen Deutung des Inschriftenträgers als Donnerstein.

Ulrich Latzenhofer | Proseminar: Archäologie in Skandinavien (Wintersemester 2015/16) | PDF 1,07 MB in neuem Fenster

Ok er hann heygðr at Uppsǫlum: Die Hügelgräber von Alt-Uppsala

Der Aufsatz analysiert die monumentalen Grabhügel von Alt-Uppsala, deren Datierung in die Vendelzeit und die Frage, wer dort bestattet ist. Ein zentraler Aspekt ist die Lokalisierung des heidnischen Tempels: Diesen vermutet der Autor aufgrund einer historischen Beschreibung und der Anordnung der Hügelgräber nicht unter der heutigen Kirche, sondern südlich davon.

Ulrich Latzenhofer | Proseminar: Die Färöer – Land, Leute und Literatur (Sommersemester 2015) | PDF 353 kB in neuem Fenster

Leben und Werk von William Heinesen

Diese Arbeit von Ulrich Latzenhofer beleuchtet Leben und Werk des färöischen Schriftstellers William Heinesen. Trotz dänischer Muttersprache prägte Heinesens facettenreiches Schaffen in Literatur, Musik und bildender Kunst die kulturelle Identität der Färöer tiefgreifend. Ein Höhepunkt war sein Verzicht auf den Nobelpreis zugunsten der färöischen Sprache.

Ulrich Latzenhofer | Bachelorseminar: Mythologie bei Snorri Sturluson (Sommersemester 2013) | PDF 828 kB in neuem Fenster

Weltuntergang in der nordischen Mythologie

Der Aufsatz untersucht die eschatologischen Vorstellungen in der altnordischen Literatur, insbesondere der Vǫlospá. Er analysiert das Konzept des Weltuntergangs (ragnarǫk) als zyklisches Ereignis, das auf die moralische Entwertung der Götterwelt folgt und schließlich in einer gereinigten Neuentstehung der Welt mündet.

Ulrich Latzenhofer | Proseminar: Von Ehre und Fehde - die Isländersagas (Wintersemester 2012/13) | PDF 397 kB in neuem Fenster

Konflikte und Konfliktlösungen in der Gísla saga

Die Arbeit zeigt auf, wie die Protagonisten der Gísla saga durch Blutrache und Ehrbegriffe in eine ausweglose Spirale geraten, die schließlich zur Ächtung und zum gewaltsamen Tod des Helden Gísli führt.